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17.10.2017

Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Haustür bereits geöffnet. Im weiteren Verlauf ...

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04.09.2010 | Unwetterlage Donnerstag 26.08.2010 bis Samstag 28.08.2010

Starke Regenfälle durch das Tief Cathleen führten ab Donnerstag den 26.08.2010 zu einer Unwetterlage mit zahlreichen Einsätzen für die Feuerwehr Emsdetten.
Erste Einsatzstellen mit Wasser in Untergeschossen wurden bereits am Donnerstagmorgen abgearbeitet. Dann blieb es bis zur Alarmierung gegen 18:10 Uhr ruhig. Ab diesen Zeitpunkt liefen zahlreiche Notrufe in der Leitstelle des Kreis Steinfurt und in der Feuerwehrwache in Emsdetten auf. Obwohl alle Fahrzeuge der Feuerwehr Emsdetten mit bis 11 Tauchpumpen im Einsatz waren, gab es zeitweise bis zu 40 offene Einsatzstellen bei denen Wasser im Untergeschoss stand.

Bis Freitagmorgen entspannte sich die Lage langsam, so dass schon davon aus gegangen wurde, dass das Gröbste Überstanden war. Daher wurden ab 5:00 Uhr erste Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst, um später als Ablösung zu fungieren.
Einige Stunden später spitzte sich die Lage wieder zu, als bei der Erkundung eines Kellers auf der Münsterstraße ein Schwelbrand festgestellt wurde. Hierzu wurden mehrere Fahrzeuge aus ihren Einsatzstellen herausgelöst, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.

Noch bevor die Einsatzstelle abgearbeitet war, gingen Notrufe über den starken Pegelanstieg des Mühlenbachs ein. Bei der Erkundung am „Endken“ wurde ein massiver Pegelanstieg festgestellt, dieser bedrohte bereits erste Häuser. Es bestand nur die Möglichkeit über einen Sandwall das Gebäude zu schützen. Da diese Arbeit äußerst kräftezehrend ist und sehr viel Personal benötigt wird, wurden der Löschzug Elte sowie ein Löschzug der Feuerwehr Neuenkirchen zur Unterstützung der Dettener Wehr angefordert. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Kräfte der Feuerwehr Emsdetten bereits in anderen Einsätzen gebunden. Der Löschzug Elte unterstütze bis zum Freitagmittag die Arbeiten. Ab Mittag wurde der Wall immer wieder kontrolliert, weitere Arbeiten waren aber nicht notwendig.

Gleichzeitig zur Einsatzstelle im „Endken“ wurde auch die Straße „Mariengarten“ erkundet, da diese ebenfalls recht niedrig verläuft. Hier lief das Wasser aus dem Mühlenbach über den Regenwasserabfluss und den Kanal auf die Straße. Sofort wurde damit begonnen einen Wall aus Sandsäcken zu bauen und das Wasser aus dem Kanal abzupumpen, um den Wasserstand niedrig zu halten und damit ein volllaufen von Kellern zu verhindern. Da das Wasser weiterhin ungehindert aus dem Mühlenbach nachlaufen konnte, mussten vier Pumpen mit einer Gesamtleistung von 6000l/min eingesetzt werden. Der Wasserstand stieg beim Einsatz von nur drei Pumpen massiv an, daher stand ständig ein Fahrzeug mit Pumpe in Bereitstellung um defekte Pumpen ablösen zu können. Bis zum Ende der Maßnahmen am frühen Samstagabend fielen zwei Pumpen mit technischen Defekten aus. Insgesamt wurden an der Einsatzstelle ca. 10 000m³ Wasser gefördert. Die Neuenkirchener Kameraden unterstützen uns an dieser Einsatzstelle bis zum Samstagmittag und sorgten damit für eine enorme Entlastung der Emsdettener Kameraden.

Am frühen Freitagabend war dann der Pegel des Mühlenbachs so weit gestiegen, dass ein Haus an der Neubrückenstraße zu überschwemmen drohte. Hier wurde von rund 40 Kameraden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg ein etwa 70m langer Wall aus Sandsäcken gebaut. Als der Pegel am späten Freitagabend nicht weiter stieg, fuhren die Arnsberger Kameraden weiter nach Ochtrup, wo die Lage zu diesem Zeitpunkt akuter war.

Am Samstagmittag stürzten dann Teile der Marienstraße ein. Durch eine Undichtigkeit des Kanals hatte das Wasser große Mengen Sand abgespült und so zu einer Unterhüllung der Straße geführt. Hier waren vor allem die Stadtwerke im Einsatz, um die Versorgungsleitung wieder in Stand zu bringen. Später wurde dann begonnen die Straße wieder zu verfüllen.

Eine letzte heikle Situation ergab sich, als an der Bachstraße am Samstagmittag ein großer Baum in den Mühlenbach zu stürzen drohte. Hier war zum einen die Gefahr, dass der Baum das Wasser aufstaut und so wieder zu einer Gefährdung an den weiter oben liegenden Wällen führt. Zum anderen aber auch, dass der Baum mit dem Wasser mitgerissen wird und anschließend die Brücke beschädigt. Daher wurde der Kran aus Münster alarmiert, sowie im weiteren Verlauf die Drehleiter aus Greven, da es bei der Emsdettener Drehleiter Hydraulik Probleme gab.

Insgesamt waren von Donnerstag bis Samstag rund 100 Kameraden der Feuerwehr Emsdetten im Einsatz. Dabei wurde ab Donnerstagmorgen im Schichtbetrieb gearbeitet. Es wurden rund 2 250 Sandsäcke gefüllt und verbaut, sowie ca. 250 Einsatzstellen abgearbeitet.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Emsdetten durch
Teile der Einsatzbereitschaft Regierungsbezirk Arnsberg (40 FA)
die Feuerwehr Neuenkirchen (32 FA im Schichtbetrieb),
den Löschzug Elte (16 FA),,
die Feuerwehr Greven (2 FA),
Feuerwehr Saerbeck (2 FA),
sowie die Feuerwehr Münster (3 FA).
Hinzu kommen noch diverse Mitarbeiter des Bauhofs, der Stadtwerke, der Stadt, der Polizei und privater Unternehmen.

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