Der Newsticker kann nur mit dem Flash Player angezeigt werden. Bitte installieren.
Letzter Einsatz:
BMA Krankenhaus UKM ...

20.10.2017

Die Brandmeldeanlage hatte einen Alarm ausgelöst. Die Erkundung des betroffenen Bereiches ...

Beginn:
10:48 Uhr
Ende:
11:12 Uhr
topimage

Login:

Name:
Kennwort:

Aktuelles:

27.01.2010 | Eisrettung im Waldfreibad

Bei der ersten Übung des neuen Jahres probte die Feuerwehr Emsdetten den Ernstfall: Eine Person war auf einer Eisfläche eingebrochen und musste durch die Feuerwehr gerettet werden. Dazu begaben sie die Kameraden zum Waldfreibad. Beim Schwimmerbecken fanden sie für die Übung die besten Gegebenheiten. Mit Materialien des LF 16/12 und des Rüstwagens sollte die Person mit verschiedenen Methoden gerettet werden.

Zunächst versuchte die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs zur hilflosen Person vorzustoßen. Nachdem ein Kamerad mit einer Feuerwehrleine gesichert wurde begab er sich auf das Eis. Jeweils zweimal zwei Steckleiterteile dienten als sicherer Untergrund für den Retter. So vergrößert sich die Auflagefläche und das Gewicht wird auf eine größere Fläche verteilt. Nach abwechselnden Vorschieben und wechseln der Leiterteile wurde die zu rettende Person schnell erreicht und konnte in Sicherheit gebracht werden. Eine sehr schnelle und effektive Methode. Sie hat aber den Nachteil, dass bei zu dünnem Eis die Gefahr besteht dass der Retter ebenfalls einbricht. Er muss dann ebenfalls gerettet werden und ist der großen Gefahr der Unterkühlung, sowie des Ertrinkens ausgesetzt.

Nachdem die Einsatzstelle wieder in den Ausgangszustand versetzt wurde, kamen die Materialien vom Rüstwagen zum Einsatz. Ein Kamerad zog sich den Helly-Hansen-Überlebensanzug an und begab sich mit dem Hansa-Board auf das Eis. Das Ausrüsten dauert unwesentlich länger, sodass die Zeit bis zum Eingreifen fast gleich bleibt. Mit dem Anzug und dem Board ist der Retter optimal geschützt und hat sämtliche Materialen, wie Paddel und Leinen dabei. Der Anzug ist zudem Wasserdicht. Er ermöglicht einen Auftrieb, sodass der Kamerad nicht unter die Eisdecke rutschen kann. Zudem ist er ein perfekter Kälteschutz. Es ist so konstruiert, dass auch bei sechs Stunden in Null-Grad kaltem Wasser keine Unterkühlungsgefahr besteht. Des Weiteren hilft der Auftrieb auch bei der Rettung. Auch wenn sich die zu rettende Person an den Retter klammert ist ein Untertauchen ausgeschlossen. Mit Hilfe von zwei Eisnägeln schiebt sich der Kamerad nun über das Eis zu der Person. Mit dem Board ist es nun auch möglich auf dem Wasser zu schwimmen umso vielleicht besser an die zu rettende Person zu kommen. Mit geübten Handgriffen ist die Person aus dem Wasser gezogen und wird mit dem Board zum rettenden Ufer gebracht.

Nachdem die Person gerettet wurde, testete die Feuerwehr Emsdetten noch die Möglichkeiten aus eigener Kraft nach einem Einbruch wieder auf die Eisfläche zu kommen. Der Kamerad mit dem Überlebensanzug sprang in das eiskalte Wasser und versuchte aus eigener Kraft wieder auf die Eisfläche zu gelangen – vergebens. Immer wieder brach das Eis und für den Kameraden bestand wenig Hoffnung aus dem Eiswasser zu gelangen. Erst mit dem „Hansa-Board“ gelang es ihm das Wasser zu verlassen. Er kletterte im Wasser auf das schwimmende Board und konnte dann wieder zur Eisfläche und zum rettenden Ufer gelangen.

Autor:
Jan Kaiser [jka]

Fotos:
Mathias Diekhues - Stadtwerke Emsdetten


« zurück zu den News



Kontakt:
Name:
Ort:
E-Mail:
Nachricht:
Adresse:
Freiwillige Feuerwehr Emsdetten
Buckhoffstraße 8, 48282 Emsdetten
Telefon: 0 25 72 - 9 55 30
Telefax: 0 25 72 - 9 81 16
E-Mail: info@feuerwehr-emsdetten.de
Internet: www.feuerwehr-emsdetten.de